Alles nur Theater???

Der Altschülerbund des Ratsgymnasiums ermöglicht eine Rundumerneuerung der Theater-Fachräume

Theaterunterricht ist eine Mischung aus Spiel und Arbeit. Genauer gesagt: Ein gutes Spiel setzt immer konzentrierte Arbeit voraus. Und damit diese Arbeit zukünftig noch besser möglich wird, hat der Altschülerbund des Ratsgymnasiums die Renovierung, Neueinrichtung und technische Neuausstattung zweier Theaterräume für das Fach Darstellendes Spiel ermöglicht. So gibt es nun anstatt sperriger, schwerer Holzstühle bunte, leicht bewegbare Sitzsäcke, die die Schülerinnen und Schüler nicht nur zum gemütlichen Sitzen, sondern vor allem zum kreativen Spiel einladen. Im Handumdrehen werden daraus Wände, Bänke, Bäume oder alles andere, was die Phantasie ersinnt, gebaut. Zum Darstellenden Spiel gehört auch das Sprechen, Nachdenken und Diskutieren über das Spiel. Damit Schülerinnen und Schüler sich schnell und unkompliziert Szenen großer Theaterinszenierungen oder auch eigene, gefilmte theatrale Umsetzungen anschauen, sie analysieren und reflektieren können, sind beide Theaterräume mit neuen Fernsehbildschirmen und PCs ausgestattet worden.

Realisieren konnte der Altschülerbund des RGS diese Investition durch die z.T. sehr großzügigen Spenden der Jubiläumstreffen zum 40- jährigen und Goldenen Abitur 2019, für die wir uns an dieser Stelle sehr herzlich bedanken!

Diese Finanzspritze ermöglicht es, dass sich unsere Schauspieler*innen nun in verschiedenen Kursen auf produktives Spielen und Arbeiten freuen können. In der Sekundarstufe I können Schülerinnen und Schüler ab dem achten Jahrgang im Wahlpflichtbereich z.B. sogar einen bilingualen Theaterkurs wählen. Die großen, jährlich stattfindenden Theaterproduktionen realisieren Schülerinnen und Schüler der Oberstufen-Theater-AG oder einer binationalen Gruppe bestehend aus Schülerinnen und Schülern des Ratsgymnasiums sowie seiner polnischen Partnerschule in Słupca. Auch die Musicalproduktionen des RGS werden von den neuen Möglichkeiten profitieren.

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass Theateraufführungen bald wieder stattfinden dürfen. Die RGS-Schauspielerinnen und -Schauspieler stehen in den Startlöchern!

Das RGS – Auch zu Coronazeiten eine sehr bewegte Schule!

Jede Woche ein neues Workout

Aktuell, wo so viel Angenehmes nicht stattfinden darf, dürfen Schülerinnen und Schüler an niedersächsischen Schulen sich zwischen theorielastigen Mathe- und Französischstunden auch nicht im sportpraktischen Unterricht auspowern. Dem versucht die Sportfachschaft des Ratsgymnasiums unter der Leitung ihrer Fachobfrau Jana Haas kreativ entgegenzuwirken, indem sie unseren Schüler*innen die Möglichkeit bietet, zuhause in den eigenen vier Wänden oder im Garten fit zu bleiben und Sport zu treiben. Unser wöchentliches Workout unter dem Motto „Fitness ohne Schule“ ist jeweils ca. 30 Minuten lang, kann ohne Geräte durchgeführt werden und macht zudem noch sehr viel Spaß. Mithilfe von wöchentlichen Umfragen können die Teilnehmer*innen das Trainingsprogramm sogar aktiv mitgestalten. Wir freuen uns über viele aktive Teilnehmer*innen und über kreative Rückmeldungen zur weiteren Trainingsgestaltung unter https://forms.office.com/Pages/ResponsePage.aspx?id=Oo09qvM5xE-I4wCxAEI4XcEviqDe-dFDqHQVhY-T1WxUOERCVVExN1VMMlhNQ0szQ0tRNTNSSVpXMC4u

Die neuen Workouts werden jeweils mittwochs hier auf unserer Schulhomepage veröffentlicht. 

Aber man muss nicht bis Mittwoch warten, es kann sofort losgehen! Ein Klick genügt!

Wir laden unsere gesamte Schulgemeinschaft sowie natürlich auch alle unsere Homepagebesucher*innen ein zu unserem Fitnessprogramm „Richtig Gemeinsam Sporttreiben“.

Auf geht’s!!!

Ein Jahr Bundesfreiwilligendienst am RGS

Herzlichen Dank für herausragendes Engagement

Im Sommer 2019 hat Koray Biggins sein Abitur am Ratsgymnasium abgelegt. Er entschloss sich, seiner liebgewordenen Schule noch ein bisschen treu zu bleiben, um den Schulbetrieb, den er aus der Schülerperspektive in- und auswendig kannte, noch einmal aus einer ganz anderen Blickrichtung kennenzulernen.

Koray

Er machte in den zurückliegenden acht Monaten die Erfahrung, dass die Aufgaben und Tätigkeiten eines „Bufdis“, wie der jeweilige Bundesfreiwilligendienstleistende an unserer Schule liebevoll genannt wird, sehr breit gefächert sind: So gehört es zu seinen Aufgaben, sowohl die Lehrkräfte in unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Veranstaltungen als auch alle anderen Beschäftigten der Schule auf verschiedenste Art und Weise zu unterstützen. Bisher begleitete Koray bereits Lerngruppen auf Fahrten, er organisiert am RGS die Spielzeugausleihe in den großen Pausen und unterstützt die dem 10. und 11. Jahrgang zugehörigen Patinnen und Paten der fünften und sechsten Klassen bei der Organisation und Durchführung von Unternehmungen, wie z.B. der Rosenmontagsparty oder den wöchentlich stattfindenden bewegten Pausen. Entsprechend erfreut hat er deshalb auch die Nachricht aufgenommen, dass dank der Elternspende aus dem Erlös des Kuchenverkaufs am Tag der Offenen Tür neues Spielgerät für die Pausen angeschafft werden konnte, nämlich Hüpfstangen, sogenannte Pogosticks.

Aber auch als Unterstützer der Lehrkräfte im Unterricht, bei Projekttagen sowie in der Nachmittagsbetreuung finden sich viele unterschiedliche, pädagogisch anspruchsvolle Aufgaben für ihn.

Bei einem Blick hinter die Kulissen der Schulverwaltung bekam er eine Vorstellung davon, wie vielseitig die Aufgaben von in einer Schule Beschäftigten außerdem sind, indem er auch bei Sekretariats- und Verwaltungsaufgaben sowie in der Schülerbücherei intensiv mitgearbeitet hat. Dass so ein großer Organisations- und Verwaltungsaufwand den Betrieb einer Schule regelt, war Koray beim Antritt seiner Freiwilligenstelle tatsächlich nicht bewusst.

Unter all den vielfältigen Aufgaben, die ihm übertragen werden, bereitet ihm allerdings die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern besondere Freude, bei der er Erfahrungen sammeln und Fähigkeiten im Umgang mit Jugendlichen dazugewinnen kann. So festigte sich während seines abwechslungsreichen Einsatzes am RGS in ihm zunehmend sein Berufswunsch, Lehrer zu werden. Entsprechend enttäuscht ist er nun, dass die Corona-Krise und die damit verbundene Schulschließung seine Bufdi-Tätigkeit verkürzt hat.

Wenn Koray am Schuljahresende unsere Schule dann schließlich für immer verlässt, um sein Studium aufzunehmen, wird er seine Aufgaben an den inzwischen vierten Bufdi am RGS übergeben, der seinen Dienst mit Beginn des neuen Schuljahres antreten wird.

Die Schulgemeinschaft des RGS bedankt sich von Herzen für Koray für seine engagierte Arbeit in allen ihm anvertrauten Bereichen.

„Wir wären alle gern unschuldig“

„Unschuld“ von Dea Loher am 16., 17. und 18. März am RGS

Ratsband2020

Die Musiktheater-AG des Ratsgymnasiums zeigt in dem Stück „Unschuld“ von Dea Loher Menschen, die auf ihre jeweils ganz eigene Art und Weise mit Schuld und Unschuld kämpfen. Aufgeführt wird am 16.,17. und 18.3. um 19.30 Uhr in der Aula des RGS. Eine Stadt am Meer, irgendwo in Europa. Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen: Illegale Immigranten, die nicht helfen können, selbst wenn sie wollten; eine einsame Frau, die nie Mutter gewesen ist; eine verzweifelte Frau, die vielleicht nie Mutter wird; ein Leichenwäscher, der seine Bestimmung gefunden hat; eine verbitterte Philosophin, die einzig an der Unzuverlässigkeit der Welt festhält; eine blinde Tänzerin, die von den Blicken anderer lebt und eine zuckerkranke Frau, die die Verantwortung für sich an andere ablädt. Allesamt könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch verbindet sie eins: (Un-)Schuld. Einige nehmen Schuld auf sich, um nicht mehr unschuldig zu sein; andere ertragen eine ihnen aufgebürdete Unschuld, wieder andere trifft eine scheinbare Schuld. Wie sollen die Figuren jeweils mit ihrer (Un-)Schuld umgehen? Wie diese ertragen, geschweige denn dieser entkommen? Das Stück „Unschuld“ erzählt Geschichten tragischer Figuren, die sich nach und nach begegnen. So trifft beispielsweise Fadoul die blinde Tänzerin Absolut und will ihr das Augenlicht schenken. Frau Habersatt stößt auf Ablehnung, wenn sie für Verbrechen um Vergebung bittet, die sie nicht begangen hat. Franz findet in einem Bestattungsunternehmen sein Seelenheil in der Versorgung Toter und vernachlässigt dabei die Lebenden. Die zuckerkranke Frau Zucker will nicht mehr für sich sorgen und sieht nicht die Verzweiflung anderer. Elisio hat keine Schuld, dennoch geht er an dieser beinahe zugrunde. Immer stärker verknüpfen sich die Einzelschicksale miteinander und münden letztlich in der Beantwortung der Frage, worum jeder bei einem freien Wunsch bitten würde. Relevante gesellschaftliche Themen verstrickt die Dramatikerin in groteske und stellenweise bitterböse alltägliche Inszenierungen von Schuld und Unschuld und trifft somit manchmal mehr die Realität, als man als Zuschauer wahrhaben möchte. So fordert beispielsweise Fadoul eine freundliche Supermarktkassiererin auf, ihn als Farbigen zu diskriminieren, und eine pietätlose Meute steigert sich in die geschmacklose Verhetzung eines Suizidgefährdeten, den sie einzig als Suizidexhibitionisten wahrnimmt, der sie wertvolle Zeit kostet. In ihrer episodisch offenen Erzählstruktur gelingt es Dea Loher auf melancholische und gleichsam sensible Art, ihre Figuren einen, manchmal nur schmalen, Grat zwischen Unschuld und Schuld beschreiten zu lassen. Dea Loher, eine der vielleicht einflussreichsten Dramatikerinnen der Gegenwart, hat mit „Unschuld“ ein Stück geschaffen, das auf den ersten Blick pessimistisch zu sein scheint und durch tragische Komik besticht. Die besondere Stärke des Stückes zeichnet sich aber insbesondere durch einen kaum sichtbaren Optimismus aus, den die einzelnen Figuren wider aller Umstände behalten und sie einen Weg suchen lässt, mit Schuld und Unschuld umzugehen – und manchmal auch einen Ausweg finden lässt. Karten kosten 10 Euro (ermäßigt 7 Euro) und können an der Abendkasse, in der Schule vor dem Schulsanitätsraum sowie im iPunkt/Stadthagen gekauft werden.

Juleica-Ausbildung am RGS

Spannende Schulung im Stift Obernkirchen

Ratsband2020

Vom 31.01.2020 bis zum 05.02.2020 haben Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs unserer Schule, die sich z. T. als Patinnen und Paten liebevoll und engagiert um die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs kümmern, einen großen Teil ihrer Ausbildung für die Jugendleiterkarte absolviert. Im Folgenden schildern sie selbst, wie sie die Schulung empfunden haben: „Wir erlernten den Umgang und das Leiten von Jugendgruppen, wobei wir selbst auch zu einer Gruppe zusammengewachsen sind und uns besser kennen- und verstehen gelernt haben. Mit 12 Schülern und 5 Teamern haben wir 6 Tage lang im Stift Obernkirchen gewohnt, gespielt, gelacht und vor allem viel gelernt. Unter anderem haben wir an einer Schulung über das Jugendschutzgesetz teilgenommen und wurden über Gruppenführung und Gesetze informiert. Wir haben gelernt, worauf man zu achten und wofür man zu sorgen hat, bevor man die Verantwortung für Jugendliche übernimmt. Unsere Teamer haben uns dabei an die Hand genommen und uns geholfen, Jugendleiter zu werden. Nun sind wir unserer Juleica (Jugendleitercard) schon ein großes Stück nähergekommen und haben viele schöne und aufregende Erfahrungen gemacht, von denen wir hoffen, dass sie nach uns noch viele andere angehende Jugendleiter machen werden.”