„Wir wären alle gern unschuldig“

„Unschuld“ von Dea Loher am 16., 17. und 18. März am RGS

Ratsband2020

Die Musiktheater-AG des Ratsgymnasiums zeigt in dem Stück „Unschuld“ von Dea Loher Menschen, die auf ihre jeweils ganz eigene Art und Weise mit Schuld und Unschuld kämpfen. Aufgeführt wird am 16.,17. und 18.3. um 19.30 Uhr in der Aula des RGS. Eine Stadt am Meer, irgendwo in Europa. Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen: Illegale Immigranten, die nicht helfen können, selbst wenn sie wollten; eine einsame Frau, die nie Mutter gewesen ist; eine verzweifelte Frau, die vielleicht nie Mutter wird; ein Leichenwäscher, der seine Bestimmung gefunden hat; eine verbitterte Philosophin, die einzig an der Unzuverlässigkeit der Welt festhält; eine blinde Tänzerin, die von den Blicken anderer lebt und eine zuckerkranke Frau, die die Verantwortung für sich an andere ablädt. Allesamt könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch verbindet sie eins: (Un-)Schuld. Einige nehmen Schuld auf sich, um nicht mehr unschuldig zu sein; andere ertragen eine ihnen aufgebürdete Unschuld, wieder andere trifft eine scheinbare Schuld. Wie sollen die Figuren jeweils mit ihrer (Un-)Schuld umgehen? Wie diese ertragen, geschweige denn dieser entkommen? Das Stück „Unschuld“ erzählt Geschichten tragischer Figuren, die sich nach und nach begegnen. So trifft beispielsweise Fadoul die blinde Tänzerin Absolut und will ihr das Augenlicht schenken. Frau Habersatt stößt auf Ablehnung, wenn sie für Verbrechen um Vergebung bittet, die sie nicht begangen hat. Franz findet in einem Bestattungsunternehmen sein Seelenheil in der Versorgung Toter und vernachlässigt dabei die Lebenden. Die zuckerkranke Frau Zucker will nicht mehr für sich sorgen und sieht nicht die Verzweiflung anderer. Elisio hat keine Schuld, dennoch geht er an dieser beinahe zugrunde. Immer stärker verknüpfen sich die Einzelschicksale miteinander und münden letztlich in der Beantwortung der Frage, worum jeder bei einem freien Wunsch bitten würde. Relevante gesellschaftliche Themen verstrickt die Dramatikerin in groteske und stellenweise bitterböse alltägliche Inszenierungen von Schuld und Unschuld und trifft somit manchmal mehr die Realität, als man als Zuschauer wahrhaben möchte. So fordert beispielsweise Fadoul eine freundliche Supermarktkassiererin auf, ihn als Farbigen zu diskriminieren, und eine pietätlose Meute steigert sich in die geschmacklose Verhetzung eines Suizidgefährdeten, den sie einzig als Suizidexhibitionisten wahrnimmt, der sie wertvolle Zeit kostet. In ihrer episodisch offenen Erzählstruktur gelingt es Dea Loher auf melancholische und gleichsam sensible Art, ihre Figuren einen, manchmal nur schmalen, Grat zwischen Unschuld und Schuld beschreiten zu lassen. Dea Loher, eine der vielleicht einflussreichsten Dramatikerinnen der Gegenwart, hat mit „Unschuld“ ein Stück geschaffen, das auf den ersten Blick pessimistisch zu sein scheint und durch tragische Komik besticht. Die besondere Stärke des Stückes zeichnet sich aber insbesondere durch einen kaum sichtbaren Optimismus aus, den die einzelnen Figuren wider aller Umstände behalten und sie einen Weg suchen lässt, mit Schuld und Unschuld umzugehen – und manchmal auch einen Ausweg finden lässt. Karten kosten 10 Euro (ermäßigt 7 Euro) und können an der Abendkasse, in der Schule vor dem Schulsanitätsraum sowie im iPunkt/Stadthagen gekauft werden.

Juleica-Ausbildung am RGS

Spannende Schulung im Stift Obernkirchen

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Vom 31.01.2020 bis zum 05.02.2020 haben Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs unserer Schule, die sich z. T. als Patinnen und Paten liebevoll und engagiert um die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs kümmern, einen großen Teil ihrer Ausbildung für die Jugendleiterkarte absolviert. Im Folgenden schildern sie selbst, wie sie die Schulung empfunden haben: „Wir erlernten den Umgang und das Leiten von Jugendgruppen, wobei wir selbst auch zu einer Gruppe zusammengewachsen sind und uns besser kennen- und verstehen gelernt haben. Mit 12 Schülern und 5 Teamern haben wir 6 Tage lang im Stift Obernkirchen gewohnt, gespielt, gelacht und vor allem viel gelernt. Unter anderem haben wir an einer Schulung über das Jugendschutzgesetz teilgenommen und wurden über Gruppenführung und Gesetze informiert. Wir haben gelernt, worauf man zu achten und wofür man zu sorgen hat, bevor man die Verantwortung für Jugendliche übernimmt. Unsere Teamer haben uns dabei an die Hand genommen und uns geholfen, Jugendleiter zu werden. Nun sind wir unserer Juleica (Jugendleitercard) schon ein großes Stück nähergekommen und haben viele schöne und aufregende Erfahrungen gemacht, von denen wir hoffen, dass sie nach uns noch viele andere angehende Jugendleiter machen werden.”

Ratsband als Werbeträger für die Stadt Stadthagen

Neues Video auf Youtube

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Die Ratsband Stadthagen hat im Rahmen der erfolgreichen Teilnahme an der Yamaha Blasorchester Challenge 2019 ein Werbevideo der Stadt Stadthagen mit dem „Torakusu-Marsch“ unter der Leitung von Andreas Meyer aufgenommen. Torakusu Yamaha (1851-1916) ist der Gründer des Konzerns Yamaha Corporation. Das Video wurde von David Bandosz zusammengestellt. Es ist zu sehen auf der Ratsband-Youtube-Seite unter: https://www.youtube.com/watch?v=f1E4E_H0mZY

Vier Sportler auf einen Streich

Das Ratsgymnasium verabschiedet sich von insgesamt 131 Lehrerjahren

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Das Ende eines Schulhalbjahres bedeutet immer auch, Abschied zu nehmen von verdienten und geschätzten Kolleginnen und Kollegen. Zu diesem Halbjahreswechsel verließen Lehrkräfte unsere Schule, die fast alle auf eine besonders lange Tätigkeit an unserer Schule zurückblicken. Zusammen kommen sie auf 131 Tätigkeitsjahre am RGS.

Auf eine sehr lange Zeit RGS-Zeit blickt Joachim Warneke zurück, der schon als Schüler unsere Schule besuchte, bevor er, nach der Eröffnung des damaligen Neuen Gymnasiums, dorthin übersiedeln musste und dort das Abitur ablegte. Als Lehrer für Englisch und Sport kehrte er dann 1986 an seine Schule aus der Sekundarstufe I zurück. Seit 2007 war er Mitglied der erweiterten Schulleitung und dort zuständig für die Finanzen, den Ganztag und die Koordination der Jahrgänge 8 bis 10. Auch nach dem Erhalt seiner Pensionierungsurkunde bleibt er dem RGS treu, indem er im Rahmen des Ganztagsbetriebs eine Fußball-AG leiten wird, sodass der Abschied von der Schule noch nicht endgültig vollzogen werden musste. Obwohl sie nicht Schülerin am RGS war, toppt Veronika Korff, Lehrkraft für Sport, Nadelarbeit und Werken, Joachim Warnekes Verweildauer an unserer Schule noch. Ganze 43,5 Jahre hat sie hier unterrichtet. In Zeiten, in der Kunstlehrkräfte Mangelware sind, hat sie die Schule durch ihre handwerklich-künstlerische Ausbildung jahrelang als fachfremd unterrichtende Kunstlehrerin unterstützt. Letzteres gilt auch für Gabriele Bruns, die für Sport und Nadelarbeit ausgebildet wurde. Sie hat mit großem Enthusiasmus dafür gesorgt, dass wir alle Jahre wieder niedersachsenweit die Schule mit der höchsten Anzahl abgelegter Sportabzeichen sind. Als Hallenwartin sorgte sie mit großer Sorgfalt dafür, dass in unserer großen Sporthalle stets alle Dinge an ihrem Platz zu finden waren. Karin Pfaab verlässt die Schule als Lehrerin für Chemie und Sport nach 15,5 Jahren. Auch sie ist Sportlerin aus Überzeugung, weshalb sie fast ebenso viele Jahre als Fachberaterin für Sport, insbesondere in Grundschulen, für die Landesschulbehörde tätig war. Darüber hinaus hat sie dafür gesorgt, dass wir regelmäßig bei Chemie-Schülerwettbewerben vertreten waren. In den teils humorvollen, teils nostalgischen Abschiedsreden wurde in jedem Fall deutlich, dass die Ausscheidenden sich große Wertschätzung in der Schulgemeinschaft erworben hatten, mit der ebenso großer Dank verbunden war. „In ihren Funktionen werden sie alle mehr oder weniger gut zu ersetzen sein, nicht aber als Menschen!“ fasste die Schulleiterin den Abschiedsschmerz zusammen. Den Pensionären, die sich vor allen Dingen darauf freuen, nun Herr ihrer Zeit zu sein und Freiräume für die Dinge des Lebens zu haben, die bisher immer zu kurz kamen, gab das Kollegium seine allerbesten Zukunftswünsche für den Start in eine neue Lebensphase mit auf den Weg sowie den dringenden Wunsch, den Kontakt zu unserer Schule nicht abreißen zu lassen.

Schiffbrüchige aus der Grundschule Nienstädt stranden im Ratsgymnasium

Ein spannendes Turnier mit vielen Medaillen

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Alle Jahre wieder findet traditionell zu Jahresbeginn ein gemeinsames Sportturnier der 4. Klassen der Grundschule Nienstädt mit einer 5. Klasse unserer Schule statt.

Fast 100 Grundschülerinnen und -schüler kamen mit ihren Begleitlehrkräften in unsere Sporthalle, in der schon die Klasse 5a mit ihrer Sportlehrerin Gabriele Bruns die Hindernisbahn aufgebaut hatte. Die Schülerinnen und Schüler der 5. Klasse hatten 4 Kleingruppen gebildet und unterstützten die Grundschulklassen beim Wettbewerb. Jede Klasse musste 6 Durchgänge à 3 Minuten durchhalten, was den Kindern große Freude bereitete. Sie kämpften fair bis zur Erschöpfung. Wenn sie gerade eine Wartepause hatten, feuerten sie die Mitschülerinnen und Mitschüler von der Tribüne aus an. Sogar die Wartezeit zwischen dem Turnier und der Siegerehrung verbrachten sie mit Klettern. Schließlich ist die Grundschule Nienstädt ja als sportfreundliche Schule ausgezeichnet! Nach dem Turnier erhielten jede und jeder Viertklässler eine Medaille und eine Urkunde von unserer Schulleiterin in der Aula des RGS ausgehändigt. Ausgepowert aber glücklich fuhren die Grundschülerinnen und Grundschüler schließlich nach Hause. Mit den anderen Grundschulen in und um Stadthagen hatten die entsprechenden Turniere schon vor den Weihnachtsferien stattgefunden.