Vier Sportler auf einen Streich

Das Ratsgymnasium verabschiedet sich von insgesamt 131 Lehrerjahren

Ratsband2020

Das Ende eines Schulhalbjahres bedeutet immer auch, Abschied zu nehmen von verdienten und geschätzten Kolleginnen und Kollegen. Zu diesem Halbjahreswechsel verließen Lehrkräfte unsere Schule, die fast alle auf eine besonders lange Tätigkeit an unserer Schule zurückblicken. Zusammen kommen sie auf 131 Tätigkeitsjahre am RGS.

Auf eine sehr lange Zeit RGS-Zeit blickt Joachim Warneke zurück, der schon als Schüler unsere Schule besuchte, bevor er, nach der Eröffnung des damaligen Neuen Gymnasiums, dorthin übersiedeln musste und dort das Abitur ablegte. Als Lehrer für Englisch und Sport kehrte er dann 1986 an seine Schule aus der Sekundarstufe I zurück. Seit 2007 war er Mitglied der erweiterten Schulleitung und dort zuständig für die Finanzen, den Ganztag und die Koordination der Jahrgänge 8 bis 10. Auch nach dem Erhalt seiner Pensionierungsurkunde bleibt er dem RGS treu, indem er im Rahmen des Ganztagsbetriebs eine Fußball-AG leiten wird, sodass der Abschied von der Schule noch nicht endgültig vollzogen werden musste. Obwohl sie nicht Schülerin am RGS war, toppt Veronika Korff, Lehrkraft für Sport, Nadelarbeit und Werken, Joachim Warnekes Verweildauer an unserer Schule noch. Ganze 43,5 Jahre hat sie hier unterrichtet. In Zeiten, in der Kunstlehrkräfte Mangelware sind, hat sie die Schule durch ihre handwerklich-künstlerische Ausbildung jahrelang als fachfremd unterrichtende Kunstlehrerin unterstützt. Letzteres gilt auch für Gabriele Bruns, die für Sport und Nadelarbeit ausgebildet wurde. Sie hat mit großem Enthusiasmus dafür gesorgt, dass wir alle Jahre wieder niedersachsenweit die Schule mit der höchsten Anzahl abgelegter Sportabzeichen sind. Als Hallenwartin sorgte sie mit großer Sorgfalt dafür, dass in unserer großen Sporthalle stets alle Dinge an ihrem Platz zu finden waren. Karin Pfaab verlässt die Schule als Lehrerin für Chemie und Sport nach 15,5 Jahren. Auch sie ist Sportlerin aus Überzeugung, weshalb sie fast ebenso viele Jahre als Fachberaterin für Sport, insbesondere in Grundschulen, für die Landesschulbehörde tätig war. Darüber hinaus hat sie dafür gesorgt, dass wir regelmäßig bei Chemie-Schülerwettbewerben vertreten waren. In den teils humorvollen, teils nostalgischen Abschiedsreden wurde in jedem Fall deutlich, dass die Ausscheidenden sich große Wertschätzung in der Schulgemeinschaft erworben hatten, mit der ebenso großer Dank verbunden war. „In ihren Funktionen werden sie alle mehr oder weniger gut zu ersetzen sein, nicht aber als Menschen!“ fasste die Schulleiterin den Abschiedsschmerz zusammen. Den Pensionären, die sich vor allen Dingen darauf freuen, nun Herr ihrer Zeit zu sein und Freiräume für die Dinge des Lebens zu haben, die bisher immer zu kurz kamen, gab das Kollegium seine allerbesten Zukunftswünsche für den Start in eine neue Lebensphase mit auf den Weg sowie den dringenden Wunsch, den Kontakt zu unserer Schule nicht abreißen zu lassen.