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Drei Schwergewichte verlassen das Ratsgymnasium

Nobert Frost, Friedrich Lenz und Harald Ruprecht in den Ruhestand verabschiedet

Advent2018 24

Schulhalbjahreswechsel – das bedeutete für das Ratsgymnasium in diesem Jahr, Abschied zu nehmen von drei überaus geschätzten Lehrern, die das Bild der Schule jeweils fast 4 Jahrzehnte lang geprägt haben. Dabei war es nicht die Quantität der Ausscheidenden, sondern deren Bedeutung für das Schulleben, die den Verlust so schmerzlich macht. In einer abwechslungsreichen Feierstunde würdigten das Kollegium und die Schulleitung die Verdienste der frisch gebackenen Ruheständler. Norbert Frost hat als Mathematik- und Sportlehrer mit ausgeprägtem pädagogischem Impetus die Messlatte für qualitativ hochwertigen Unterricht stets ausgesprochen hoch gehängt. Mit seinen Devisen „Geht nicht, gibt’s nicht!“, „Ganz oder gar nicht!“, „100%? Da ist noch viel Luft nach oben!“ hat er nicht nur an seine eigene Arbeit, sondern auch an die seiner Schülerinnen und Schüler, die ihn dafür schätzten, sehr hohe Maßstäbe angelegt. Das galt auch für die jährlichen Skifreizeiten unter seiner Leitung, die mit Freizeit eigentlich gar nichts zu tun hatten, sondern besser mit dem Begriff „Kompaktkurs“ charakterisiert werden können. Das beinhaltet lange Tage auf schwarzen Pisten und abends Videoanalysen. Friedrich Lenz, selbst ehemaliger RGS-Schüler, hat von Beginn seiner Lehrerlaufbahn als Geschichts- und Englischlehrer an stets sehr viel Wert auf ganzheitliches Lernen insbesondere außerhalb des normalen Unterrichts gelegt. So verdankt das Ratsgymnasium ihm zahlreiche weltumspannende Kontakte und sowohl Schüler- als auch Lehreraustausche mit den USA, mit Irland, England, Japan, Italien und Polen, die er selbst initiiert, organisiert und durchgeführt hat. Als Vorsitzender der GEW Schaumburg hat er sich einerseits stets für eine Optimierung von Lehr- und Lernbedingungen eingesetzt und andererseits seine Kontakte in die höchsten politischen und künstlerischen Kreise auch zum Wohl der Schule genutzt, indem er den RGS-Schülerinnen und -Schülern Diskussionen und Vorträge mit Hochkarätern wie Joachim Gauck, Claude Lanzmann und vielen anderen ermöglicht hat. Harald Ruprecht unterrichtete Deutsch, Geschichte und Politik-Wirtschaft am RGS. Seine größte Leidenschaft aber war das Fach, das er gar nicht studiert hat: Darstellendes Spiel. Über drei Jahrzehnte hinweg hat er legendäre Theaterarbeit am RGS betrieben mit dem Ziel, möglichst viele Schülerinnen und Schüler an einer Inszenierung zu beteiligen und dabei auch diejenigen zu integrieren, die im sonstigen Schulleben nicht gerade erfolgsverwöhnt waren. Musik-Theater war seine Stärke. Seine Inszenierungen wurden mehrfach auch im Ballhof in Hannover aufgeführt. Gekrönt hat er sein Schultheater-Lebenswerk aber schließlich mit binationalen deutsch-polnischen Theaterstücken, von denen eines sogar mit dem Niedersächsischen Schülerfriedenspreis ausgezeichnet wurde. Ohne jeden Zweifel ist das Kollegium des Ratsgymnasiums um 3 pädagogische Schwergewichte ärmer geworden. Die Schulgemeinschaft wünscht ihnen alles Gute für die Zukunft!

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