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Das atomgespaltene Leben der Opfer

ein Diabericht des Umwelt-Journalisten und Fotografen Alexander Tetsch zum 5. Fukushima-Gedenktag am 11. März 2016

Anlässlich des 5. Jahrestages des GAU in Fukushima war dank des Engagements der Umweltbeauftragten des RGS, Frau Dr. Petra Sittig, der Umweltjournalist und Fotograf Alexander Tetsch im Ratsgymnasium. Er hat bei mehreren Japanreisen die dortigen Entwicklungen seit dem 11. März 2011 dokumentiert (www.neureuters.de).

Der Journalist vermittelte den Schülerinnen und Schülern des 9. und 10. Jahrgangs in einem Diabericht authentisch seine Eindrücke und Erfahrungen in Tschernobyl und schwerpunktmäßig in Fukushima. Er berichtete vor seinem sehr gespannten und konzentrierten jungen Publikum über das immense Ausmaß der Atom-Katastrophen, über wirtschaftliche und gesundheitliche Folgen für die Bevölkerung, über Einzelschicksale und mutige Menschen mit einem herausragenden Engagement, aber auch über den skrupellosen Umgang des politischen Systems mit dem Unglück, dem der mutige Einsatz von medizinischen Fachkräften der Fukushima Collaborative Clinic, einer privaten Strahlenklinik in Fukushima, entgegensteht. Er zeichnete ein beeindruckendes Bild, wie es heute in der Region um Fukushima aussieht und wie sich das Leben der Menschen dort verändert hat.

Selbstverständlich beschrieb Alexander Tetsch auch Konsequenzen, die sich aus dem Desaster in Fukushima für die Energiepolitik in Deutschland und Europa ziehen lassen. Wichtig war dazu die Schlussfrage und die Diskussion, ab welchem Punkt die Risiken einer Technologie bzw. unserer Lebensweise gesellschaftlich, wirtschaftlich und ethisch untragbar werden. Er forderte dabei die Schülerinnen und Schüler dazu auf, sich mutig menschlich zu engagieren und vielleicht auch gegen eine angepasste Mehrheit ihre Meinungen zu vertreten.

Alles in allem eine sehr gelungene, wenn auch sehr ernste Veranstaltung, die in den Köpfen der Schüler/innen Spuren hinterlassen hat.

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