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Schülerinnenbericht: Austausch mit Wolverhampton (19.-24.März 2015)

von Lisa Glag

Am 19.03.2015 standen wir um 2.45 Uhr am Morgen auf, um pünktlich, und mit einem Tag Verspätung wegen des Lufthansa-Streiks, um 6.35 Uhr unseren Flug nach München zu bekommen. Von dort ging es direkt ins nächste Flugzeug nach Birmingham. Als wir losflogen, war schönes Wetter, bei unserer Landung in Birmingham hingegen wurden wir vom typisch britischen Wetter begrüßt: Grau, verhangen, regnerisch.

Wir waren alle sehr aufgeregt, als wir aus dem Flughafen kamen und in den Kleinbus der Wolverhampton Grammar School (WGS) stiegen. Nach der aufregenden Fahrt mit Linksverkehr sahen wir das erste Mal die Schule. Wir fühlten uns alle, als wären wir in Hogwarts angelangt. Nach dem Treffen mit unseren Austauschpartnern wurden wir in der Schule herumgeführt. Des Öfteren wurden wir schräg angeschaut, da wir nicht, so wie alle anderen, eine Schuluniform trugen und es deshalb offensichtlich war, dass wir Austauschschüler sind.

Anschließend besichtigten wir Wightwick Manor, das Anwesen der Mander Familie, die im 18. und 19. Jahrhundert während der Industriellen Revolution Wolverhampton zu einer großen Industriestadt machte. Die Besichtigung war sehr interessant und teils in Englisch und teils in Deutsch.

Danach fuhren wir zurück zur Schule. Die Schüler, die Deutsch als Fremdsprache haben, müssen eine mündliche Prüfung ablegen. Wir deutschen Schüler haben mit ihnen im riesigen Speisesaal geübt. Somit hatten wir die Chance, die anderen Schüler kennenzulernen und diese konnten ohne die Überwachung der Lehrer mit Muttersprachlern deutsch sprechen. Anschließend wurden wir um 17 Uhr von unseren Gasteltern abgeholt. Wir lernten unsere Familien und die typisch britischen Häuser kennen.

Am nächsten Tag besuchten wir erst die Assembly und dann den Unterricht. Manche von uns konnten auch den Deutschunterricht miterleben, was eine Erfahrung war: Denn zu sehen, wie andere Schüler die eigene Sprache beigebracht bekommen, ist ziemlich interessant. Wir hatten dann das Vergnügen, in der Mensa der Schule zu essen. Alle waren fasziniert von der riesigen Auswahl. Zudem war es auch sehr lecker. Während die Engländer Unterricht hatten, machten wir eine Stadttour durch Wolverhampton und eine Besichtigung der St.Peter's Church.

Am Samstag war Freizeit in den Familien. Wir haben diese genutzt, um zusammen mit unseren Austauschpartnern in den Zug zu steigen und nach Birmingham zu fahren. Endlich hörten wir die Ansage „Please mind the gap“. Da kam das richtige Englandfeeling auf. Der Tag endete damit, dass wir zurück nach Wolverhampton fuhren und dort bowlen waren. Unser Abendessen hatten wir bei „Nando's“. Wir saßen gesellig beisammen und an der langen Tafel gab es bunte Gespräche.

Sonntag war der Tag, auf den sich alle, vor allem die Engländer, riesig gefreut hatten. Wir fuhren nach „Alton Towers“, in einen Freizeitpark mit sehr, sehr vielen Achterbahnen. Dort hatten wir sogar so viel Spaß, dass wir eine halbe Stunde zu spät zum Treffpunkt gekommen sind. Es waren zu viele Achterbahnen, zu viel Spaß und zu wenig Zeit. Zum Glück ist es den anderen Schülern und Lehrern auch nicht anders ergangen.

Montag gab es dann wieder eine Assembly. Danach fuhren wir in das „Black Country Museum“. Dort lernten wir viel über die Industrialisierung und darüber, wie diese die Menschen und die Umgebung beeinflusst hat. Wir gingen stiegen sogar in eine Kohlemine hinab.

Danach genossen wir das typischste aller britischen Gerichte: Fish and Chips.

Am Abend hatten wir unsere Abschiedsfeier. Es gab leckeres Essen, Schüler spielten spontan auf den Klavier vor und wir hatten Zeit für letzte lange Gespräche.

Dienstag, der 24.März war dann der letzte Tag in Wolverhampton. Zunächst das letzte Mal Unterricht in England. Dann mussten wir uns auch schon von unseren Austauschpartnern verabschieden, die zu Freunden geworden sind. Zum Glück würden sie bald für den Gegenbesuch nach Deutschland kommen. Und so stiegen wir in den Schulbulli und fuhren zum Flughafen. Beim Start des Flugzeugs blickten wir alle mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach unten.

 

 

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