Home | Unsere Schule | Pressespiegel | Von Desinteresse keine Spur (SN 14.09.13)

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U18-Bundestagswahl am RGS

Einen hohen Zuspruch hat die Schülervertretung des Ratsgymnasiums am Freitag bei der U18-Bundestagswahl erlebt. Bis zum Nachmittag wurden insgesamt 181 Stimmen abgegeben, darunter eine ungültige.

Von Axel Wagner Stadthagen. Mit „20 oder 30 Leuten" habe man gerechtet, sagte Hannes Stintat (17) von der Schülervertretung des Gymnasiums, die die Teilnahme an dem bundesweiten Projekt organisiert hatte. Von der regen Teilnahme waren die Initiatoren und auch die Schulleitung dann aber völlig überrascht. Die Stimmzettel mussten mehrfach nachkopiert werden, um der Nachfrage gerecht zu werden. Ob die jugendlichen Wähler alle vom Ratsgymnasium kommen, lässt sich nach Auskunft Stintats nicht klären, denn die Schülervertreter hatten auch bei anderen Schulen um Wähler geworben.

Den Grund für den Erfolg des Projekts vermutet Stintat unter anderem in der Unterstützung durch die Politiklehrer in den Klassenstufen 9 und 10, auch wenn einige von ihnen wegen zuvor fehlgeschlagener kleinerer Versuche skeptisch waren. In den beiden Klassenstufen stehen die Parteien ohnehin auf dem Lehrplan, sodass es kein großes Problem war, die Bundestagswahl in den Unterricht zu integrieren. Stintat: „Die Zehntklässler bilden sich schon sehr stark eine eigene Meinung." Auch Thalea Dreke (16) gab am Nachmittag ihre Stimme ab. Warum? „Einfach, weil man hier die Möglichkeit hat", sagt sie. „Vielleicht kommt das ja bei den Politikern an."

Die Entscheidung, an der U18-Bundestagswahl teilzunehmen, fiel beim Ratsgymnasium erst am Montag. „Ich habe über einen Freund davon erfahren, der organisiert das in Braunschweig", so Stintat. Daraufhin organisierte die Schülervertretung Urnen und Wahlkabinen für den SV-Raum im Erdgeschoss des Ratsgymnasiums. Den Stimmzettel, der seinem „großen Bruder" bei der Bundestagswahl am 22. September sehr ähnlich sieht, übernahmen die Organisatoren vom bundesweiten Projekt U18, lediglich die Direktkandidaten des Wahlkreises Nienburg II - Schaumburg trugen die Stadthäger Schüler selbst nach.

Ins Leben gerufen wurde das bundesweite U18-Projekt vom Deutschen Kinderhilfswerk, für die Koordination ist in Niedersachsen der Landesjugendring verantwortlich. Mit der U18-Bundestagswahl soll das Thema Politik und Wahlen Kindern und Jugendlichen in einer sehr realistischen Form nahegebracht werden. Wer jünger als 18 Jahre ist, kann an der Wahl teilnehmen. Für die eigentliche Bundestagswahl ist das U18-Ergebnis zwar nicht relevant, ihm wird aber nach Einschätzung des Kinderschutzbundes im Vorfeld der „echten" Wahl besonders viel Beachtung geschenkt, sowohl von den Jugendlichen selbst als auch von der Politik. Das Ratsgymnasium war das einzige im Landkreis gemeldete Wahllokal.

Autor: $C8$C8$C8 Geschrieben: 2013-09-16 08:33:06

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