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"Es wird krass zur Sache gehen" (SN 23.05.13)

Polnisch-deutsches Theaterprojekt am RGS

 

Die Proben laufen auf Hochtouren, aber das müssen sie zwangsläufig, denn viel Zeit bleibt den Zehntklässlern des Ratsgymnasiums und ihren polnischen Gästen nicht mehr. Bereits am Freitag um 17 Uhr präsentieren sie eine Kurzversion des Theaterstücks "Nichts. Was im Leben wichtig ist".
Von Patrick Rahlf

Stadthagen. Seit 2005 wird anlässlich des polnisch-deutschen Schüleraustausches jedes Jahr ein Theaterstück auf die Beine gestellt. Die Probezeit ist dabei schon fast traditionell eng bemessen. In dieser Woche haben die insgesamt 13 deutschen und 13 polnischen Schüler nur vier Tage Zeit, um zu proben und die Texte zu verinnerlichen. "Es wird ziemlich hart und krass zur Sache gehen. Das Stück ist nicht ohne", erklärte Regisseur Dietmar Post, der am Ratsgymnasium seit mehr als drei Jahrzehnten Stücke inszeniert. "Dieses Jahr wird unsere Produktion komplett auf Deutsch sein und wieder durch musikalische Einlagen unterstützt werden." Fünf Instrumentalisten sowie vier Sängerinnen sind involviert.
Mit jeder Menge Spaß, aber auch viel Ehrgeiz waren alle Beteiligten am Mittwoch bei der Sache. Während in den Pausen teilweise ein kleines Durcheinander herrschte, waren die Darsteller bei den Szenen wie auf Knopfdruck bereit und zeigten sich von ihrer professionellen Seite. "Es wird aus Erfahrung immer ruhiger, je später der Tag wird. Während der Schulzeit gibt es immer die eine oder andere Ablenkung", sagte Post schmunzelnd.
Im Oktober ist unterdessen der Gegenbesuch im polnischen Slupca geplant, wo die Produktion erneut aufgeführt werden soll. Im vergangenen Jahr hat die Gruppe um Post sogar den Schüler-Friedenspreis abgeräumt und ihr damaliges Stück unter anderem an der Gedenkstätte Bergen-Belsen aufgeführt.
Am Freitag wird es vormittags zunächst eine Aufführung für die Schüler geben, ehe sich am Nachmittag um 17 Uhr die Öffentlichkeit ein Bild machen kann.

Stück spaltet Gemüter

Im Jahr 2000 erschien Janne Tellers Roman "Nichts" in Dänemark, aber der Verlag will es aufgrund der Brisanz zunächst nicht publizieren. In den ersten zwei Jahren wurde kaum ein Exemplar verkauft, dann erhielt der Roman den Dänischen Kinderbuchpreis 2001 und fand immer mehr Leser. Lehrer, Bibliothekare und Priester wollen weiterhin verhindern, dass Kinder das Buch lesen dürfen, an den Schulen in Westnorwegen ist es bis heute nicht erlaubt. Mittlerweile ist "Nichts" in Dänemark eines der am häufigsten verwendeten Bücher in Abiturprüfungen. Der Roman wurde in 13 Sprachen übersetzt und ist 2010 auch in Deutschland erschienen.
"Das Stück über die Bedeutung des Lebens ist derzeit der Renner", sagt Regisseur Post.

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