Home | Unsere Schule | Pressespiegel | Ausgezeichnet (10.06.13)

Layout

Cpanel

Ausgezeichnet (SN 10.06.13)

RGS als Europaschule

 

Im Landkreis Schaumburg gibt es eine Vielzahl von Schulen, die aufgrund ihrer Unterrichtskonzepte und Philosophien besondere Ehrungen erhalten haben.

Von Oliver Nowak

Landkreis. "Die Auszeichnungen, mit denen sich Schaumburger Schulen schmücken können, ist für uns ein Qualitätsmerkmal", sagt Katharina Augath, Dezernatsleiterin für Schulwesen im Landkreis Schaumburg. Damit könne nach außen hin gezeigt werden, was innerhalb der Schule tatsächlich umgesetzt wird. "Das ist das, was wir damit bezwecken", stellt sie klar.
Eine Auszeichnung stelle klar, dass die Schulen in ihr Unterrichtskonzept einbinden, was in der heutigen Zeit nicht außer Acht gelassen werden sollte. So müssten Schulen, die die Auszeichnung "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" erhielten, spezielle Konzepte entwickeln. "Die Auszeichnungen sind somit einfach kein Stempel, den sich eine Schule ohne Weiteres aufdrücken lassen kann.

Trotz der damit ersichtlichen Unterschiede zwischen ausgezeichneten und nicht ausgezeichneten Schulen werde keine Schule aufgrund einer Auszeichnung finanziell mit Zuschüssen bevorzugt. Die Schulen unternehmen viel, die dadurch vergebenen Auszeichnungen seien eine nette Bewertung nebenbei. Viel wichtiger seien dem Landkreis hingegen die allgemeinen Bewertungen. So könnten sich die Bürger glücklich schätzen, was Schaumburger Schulen leisten würden. "Die Schulabbrecherquote in Schaumburg liegt unter drei Prozent, das ist weit unter dem Landesdurchschnitt", bemerkt Augath. Außerdem liege die Übergangsquote von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II, der Übergang zum Abitur, über 50 Prozent im Landkreis. "Das ist für eine ländliche Region außerordentlich hoch." Damit spiegele sich die Qualität der Schulen in ganz Schaumburg wieder. "Wenn wir ein, zwei gute Schulen hätten, läge die Quote nicht so hoch. Das ist ein Zeichen für die gute Arbeit der Lehrer und, dass die Schüler gut gefördert werden", stellt sie fest.

Die allgemeinen Bewertungen seien die Pflicht, die es zu erfüllen gelte, die Auszeichnungen der Schulen seien die Kür, die in Schaumburg auf vielfältige Art und Weise umgesetzt werde. Vonseiten des Landkreises würde jedoch keine der Auszeichnungen, die Schaumburger Schulen erhalten haben, favorisiert, gibt die Dezernatsleiterin zu verstehen.

Auszeichnung für ein umfassendes Miteinander

Steinhude. Das Schulzentrum Steinhude ist die erste Lehranstalt Deutschlands, die zur "Weltethos-Schule" ernannt wurde. Mit der Auszeichnung der Tübinger "Stiftung Weltethos" dürfen sich Gymnasium Haupt- und Realschule nun fünf Jahre lang schmücken.
"Durch unsere schulübergreifenden Projektarbeiten konnten wir ein verändertes Miteinander unter den Schülern schaffen", erklärt Regina Lies, Schulleiterin der Haupt- und Realschule Graf-Wilhelm. Der respektvolle Umgang unterschiedlicher Bildungsschichten gehöre genauso zum Weltethos wie der Respekt vor einer anderen Religion.

So arbeiteten bei den vergangenen Projekttagen Gymnasiasten, Haupt- und Realschüler bei Kochkursen oder Lernaufgaben Hand in Hand zusammen. "Dadurch haben die Schüler festgestellt, dass jeder seine eigenen Stärken hat, egal, von welcher Schule er kommt", berichtet Lies.
Ein weiterer Grund, warum das Schulzentrum die Auszeichnung bekam, war, dass sie ihren Respekt vor den Weltreligionen offen kundtat. So pflanzten Schüler und Lehrer insgesamt sieben Bäume, sechs für die sechs Weltreligionen und einen für die Nicht-Gläubigen. "Das sind in Deutschland fast die Hälfte der Bevölkerung", sagt Lies. Auch das Unterrichtskonzept habe sich der Schulleiterin zufolge geändert. Von den fünf Religions- und vier "Werte und Normen"-Lehrkräften befänden sich acht in einem Fortbildungslehrgang. In drei Kursen werden die Lehrer in den Thematiken anderer Religionen geschult, um dieses an ihre Schüler weitergeben zu können.

Bis Sonnabend, 22. Juni, zeigt eine Ausstellung in der Steinhuder Kunstscheune zum Thema Weltethos, wie sich die Schule und die gesamte Ortschaft in diesem Feld engagiert.
Der Lions Club förderte die Schulprojekte mit 1500 Euro. Die "Stiftung Weltethos" steuerte insgesamt 12 000 für alle Projekte in Steinhude bei.

Ein vielfältiges Programm

Stadthagen. "Die Auszeichnung Europaschule ist für uns ein eindeutiges Qualitätsmerkmal", sagt Angelika Hasemann, stellvertretende Schulleiterin des Ratsgymnasiums Stadthagen. Schon bevor die Schule 2001 die Auszeichnung erhielt, war klar, dass der "europäische Gedanke" nicht mehr aus dem Schulalltag wegzudenken ist, erklärt sie.
"Ab 2014 müssen sich die Schulen erneut von der Landesschulbehörde zertifizieren lassen, wenn sie die Auszeichnung behalten wollen", erklärt Hasemann. Rund 140 zu vergebende Punkte könnten Schulen erreichen, eine Mindestpunktzahl von 80 Punkten sei aber Voraussetzung, hieß es unter vorgehaltener Hand.

Hasemann ist dabei durchaus optimistisch, dass das Ratsgymnasium auch nach 2014 weiter Europaschule sein wird. "Wir haben eine Vielzahl an Kriterien, die wir erfüllen." So sei zum Beispiel das Thema Europa in nahezu allen Fächern vorhanden. In Geschichte, Religionslehren und Sprachen gebe es ständig europäische Schnittpunkte.
Darüber hinaus sei das Ratsgymnasium das einzige Gymnasium in Schaumburg, das sowohl Englisch, Französisch, Latein, Spanisch und Altgriechisch als Fremdsprache anbiete. Wobei der Unterrichtseinstieg in Französisch und Latein sowohl in den sechsten und siebten als auch in den zehnten Klassen angeboten wird. Zudem arbeite eine spanische Muttersprachlerin am Ratsgymnasium. Die Schüler können mithilfe des Gymnasiums Fremdsprachendiplome in Englisch, Spanisch und Französisch an den dafür zuständigen Stellen erlangen und werden auf die Prüfungen vorbereitet.

Auch im internationalen Kontakt sei die Schule gut aufgestellt. Es gibt Austauschprogramme mit Schulen in Polen, der Schweiz, Frankreich, Brasilien, den USA und China. Die Schüler nehmen auch regelmäßig an internationalen Musik- und Fremdsprachenwettbewerben teil und es gibt ein deutsch-polnisches Theaterprojekt.
Durch den Zusatz "Europaschule" wird Lehrern, die in Vollzeit arbeiten, eine halbe Wochenarbeitsstunde gutgeschrieben, wenn sie einen Schüleraustausch organisieren. Zudem werden Schüleraustausche durch EU-Mittel finanziell unterstützt.

Template Design Ext-joom.com