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Gleichförmige Glückssättigung im Konsum-Kollektiv!?

Musik-Theater-Ag inszeniert utopisch-dystopischen Klassiker von A. Huxley am 29.2., 1.3. und 2.3. um 19.30 Uhr

In der Zukunft des 26. Jahrhunderts formiert sich die Weltgesellschaft nach einem Krieg, der die Erdbevölkerung fast vernichtet hätte, zur stabilen Ordnungsgemeinschaft. Eine Einheitsregierung lenkt die Geschicke. Gefühle und Individualität sind abgestellt und ein striktes Kastensystem vom Führungspersonal (Alphas) bis zu Arbeitssklaven (Epsilons) wurde etabliert. Menschen werden in der Brut- und Normzentrale hergestellt, durch das sogenannte Bokanowskiverfahren sogar in Dutzendlingen, und entsprechend ihrer Kaste genormt – im Schlaf lernt der Mensch schnell und unbewusst. Sex, Drogen und Konsum besorgen die dauerhafte Befriedigung. Den Rest übernimmt strikte soziale Kontrolle – der ständige Wechsel der Sexualpartner ist zum Beispiel Pflicht. Nonkonformisten drohen Statusverlust und Umsiedlung. "Identität, Kollektivität, Stabilität" – so lauten die Maximen des Weltstaates, der hier beschrieben wird. Man kennt keinen Neid, keine Trauer, kein Leid, und falls es doch einmal zu einem unvorhergesehenen emotionalen Einbruch kommen sollte, gibt es noch immer Soma – eine Droge, die den Gestressten völlig legal in den Psycho-Urlaub schickt. Die Menschen sind glücklich und wollen keine Veränderungen: Sie sind von klein auf derart konditioniert, dass sie ihren jeweiligen Platz im Gefüge als Freiheit empfinden.

Doch drei verlorene Seelen gibt es, die der Norm nicht entsprechen: John, Bernard und Helmholtz. John ist einer der Wilden aus dem Reservat, Bernard ein "Fabrikationsfehler", der sich seiner Kaste nicht zugehörig fühlt – ein Außenseiter, der sich sogar verliebt. Aber Liebe darf es nicht geben, denn sie birgt unkontrollierbare Gefahren. Und Helmholtz ist ein Aufrührer, dem Rest der Genormten geistig weit überlegen, der den Zustand des "Glücks" durch Verzicht auf Freiheit nicht mehr ertragen kann.

Die Musik-Theater-Ag inszeniert in diesem Jahr den Roman von Aldous Huxley von 1932, einen utopisch-dystopischer Klassiker der Weltliteratur. Hieraus wird ein Schauspiel-Film-Musik-Tanz-Spektakel, das bohrende existenzielle Fragen stellt. Was ist Glück: gesicherte Gleichförmigkeit, Glückssättigung im Konsum-Kollektiv oder die Unsicherheit individueller Freiheit?

 

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