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Dichterwettstreit Schaumburger Schüler

Thema im Jubiläumsjahr 2015: „Wilhelm Busch“

150 Jahre ist es her, dass Wilhelm Buschs Geschichte von Max und Moritz veröffentlicht wurde. Weil dieser geschätzte Dichter hier im Schaumburger Land am 15. April 1832 im schönen Örtchen Wiedensahl geboren wurde, richtete ihm zu Ehren die Schaumburger Landschaft 2015 viele unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen überall in Schaumburg aus. Eines der letzten Events des vergangenen Jahres war ein Schaumburger Dichterwettstreit zum Thema „Wilhelm Busch“ bzw. „Max und Moritz“ für Schülerinnen und Schüler der Oberstufen von sieben Schulen des Landkreises. In diesem Poetry Slam sollten sie mit selbstgeschriebenen Texten gegeneinander antreten.

Die Projektleiterin der Schaumburger Landschaft, Frau Maxi Schweitzer, hatte für die Anleitung des „Poetry-Slam-Workshops“ den emeritierten Professor Klaus Urban (Leibniz Universität Hannover) gewinnen können. Mit seinen eigenen Texten hatte er schon an vielen Slams teilgenommen, und er ist häufig Slam Master beim „Waem-Slam“ in der Alten Polizei Stadthagen. Er führte den Workshop für interessierte Schülerinnen und Schüler an den jeweiligen Schulen durch.

Unseren Workshop fanden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr abwechslungsreich, denn sein Thema wurde von jedem ein wenig anders aufgefasst und vertextet. So entsprudelte z. B. der Witwe Bolte eine Schimpftirade über die beiden Lausbuben Max und Moritz. Der nächste Autor ließ die frechen Knaben ihre Streiche im Jahr 2015 spielen – nicht minder raffiniert als eineinhalb Jahrhunderte zuvor! Sogar ein Rap über ihren Schöpfer Wilhelm Busch entstand. Auch lustige Texte zu ernsten Inhalten wurden entworfen, getreu dem Motto von Wilhelm Busch: „Was man ernst meint, sagt man am besten im Spaß.“

Zwei Workshop-Teilnehmer des Ratsgymnasiums durften nun am 20. November in der Alten Polizei in dem schulübergreifenden Wettbewerb mit insgesamt 14 Schülerinnen und Schülern antreten... und ich war dabei. An diesem Novemberabend hatten wir jungen Poetinnen und Poeten mit reichlich Nervosität zu kämpfen, denn wir mussten bei unserem Auftritt ein Zeitlimit von sechs Minuten einhalten, sonst ertönte die Blaulichthupe! Schließlich befanden wir uns ja in der Alten Polizei. Des Weiteren waren Requisiten, Kostüme, musikalische Untermalung oder Tanzen nicht erlaubt. Ich vermute, für die meisten – mich eingeschlossen – war es der erste Auftritt in einem solchen Rahmen, doch Herr Urban als Slam-Master führte uns gelassen durch den Abend.

Wie bei Slams üblich, wurden aus dem Zuschauerraum die Jurymitglieder zufällig ausgewählt und bekamen Wertungskarten mit Punkten von 1 bis 10 in die Hand. Zunächst erhielten wir Dichterinnen und Dichter nach unserem Vortrag viel Applaus vom Publikum, wurden dann aber – wie beim Eislaufen - durch Hochhalten der Punktekarten bewertet, wobei für die Ermittlung der Endsumme immer die höchste und die niedrigste Wertung gestrichen wurden. Weitergeleitet in die nächste Slam-Runde am 4. Dezember wurden die drei Schülerinnen mit den höchsten Punktzahlen: Zoe Pape und Josephine Strauß vom Gymnasium Adolfinum in Bückeburg und ich, Nina Dopheide, vom Ratsgymnasium Stadthagen. Dafür sollten wir zwei weitere Texte mit Themen unserer Wahl vorbereiten. Aber wer würde noch kommen?

Ich konnte es nicht glauben: Außer uns drei Schülerinnen waren deutschlandweit bekannte Slammer wie Fabian Navarro, Alex Burkhard, Rita Apel und Armin Sengbusch eingeladen, in zwei Runden vor einem großen Publikum gegeneinander anzutreten, in dem sich u. a. Landrat Farr und Vertreterinnen sowie Vertreter der Schulleitungen der teilnehmenden Schaumburger Schulen befanden.

Als es zum Finale kam, war die Spannung im Publikum groß. Und bei mir auch, denn zusammen mit Alex Burkhard, dessen Humor die Zuschauerinnen und Zuschauer zuvor begeistert und mitgerissen hatte, war ich als Finalistin ermittelt worden. Knapp, ganz knapp, war die Abstimmung, und dann... hatte ich gewonnen: Einen unvergleichlichen Abend mit bester Unterhaltung und interessanten Begegnungen – eine tolle Erfahrung! Das habe ich mit ins neue Jahr genommen und bereite mich nun auf den nächsten Poetry Slam vor.

Nina Dopheide

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