Schüleraustausch mit Dijon

Basisinformationen und Erfahrungsbericht



Lycée Européen Charles de Gaulle

Austausch mit Dijon - der Perle des Burgund
Dijon en Bourgogne .... Für Gourmets klingt das nach einem besonders guten Rotwein oder auch nach hervorragendem Senf, für Historiker nach einem der bedeutendsten französischen Königsgeschlechter. Für unsere Schülerinnen und Schüler klingt das nach der Teilnahme am Austausch nach noch viel mehr!

Basisinformationen

Dijon (150.000 Einwohner) liegt im Osten Frankreichs. Es ist die Hauptstadt des Départements Côte d'Or und der Region Burgund und zeichnet sich durch eine ganz besonders hübsche Altstadt aus.
Unsere Partnerschule, das Lycée Européen Charles de Gaulle ist ebenfalls eine Europaschule. Sie hat nur die Jahrgänge 10 bis 12, ist als eine reine Sekundarstufen-II-Schule mit ca. 1000 Schülerinnen und Schülern, die , wenn sie wollen, dort das deutsch-französische Abitur, das sog. Abi-Bac ablegen können. Wegen dieser Spezialität und des damit verbundenen sehr guten Rufes kommt die Schülerschaft aus einem weiten Umkreis, so dass die Schule auch ein Internat hat.

Dieser Schüleraustausch unterscheidet sich von all unseren anderen in vielen Punkten. Er findet z.B. nicht einmal pro Jahr statt, sondern drei- bis viermal, pro Schüler/in natürlich nur einmal. Die Austauschteilnehmer/innen des 10. Jahrgangs werden nicht von einer Lehrkraft begleitet, sondern stehen auf ganz eigenen Füßen und organisieren ihre Reise auch völlig selbstständig, was bei den Zugverbindungen zwischen Hannover und Dijon schon ein Kunststück ist. Sie bekommen während ihres dreiwöchigen Aufenthaltes in Frankreich touristisch gesehen auch nicht besonders viel zu sehen, denn das primäre Ziel ist die Verbesserung der Sprachkenntnisse und intensives Eintauchen in französisches Schul- und Familienleben. Das ist angesichts der langen Schultage (immerhin von 8.00 bis 18.00 Uhr) und der z.T. völlig anderen Ess- und sonstigen Familiengewohnheiten teilweise durchaus anstrengend, zumal, wenn man sich nicht - wie in anderen Austauschen - innerhalb einer großen Austauschgruppe täglich mit vielen anderen Deutschen austauschen kann, sondern im Wesentlichen auf sich selbst gestellt ist, denn nach Dijon fahren immer nur ca. vier Schüler/innen gleichzeitig. Und noch ein Unterschied: Der Dijonaustausch ist der einzige, der an Schulnoten gebunden ist, denn die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen in Französisch mindestens eine 2 haben.

Man sieht also schon an den Rahmenbedingungen: Dieser Austausch hat es in sich! Dafür ist der sprachliche Erfolg umso größer und meistens kommen alle begeistert, bereichert, reifer sowie um viele Erfahrungen und neue Freundschaften reicher zurück. Aber lassen wir doch einfach einmal fünf betroffene Schülerinnen aus diesem Schuljahr zu Worte kommen.

18 Dijon
Marktplatz in Dijon

Austauschbericht aus dem Jahr 2018

3 Wochen in Dijon machen sehr selbstständig!

„Am 01. Oktober 2018 ging es für mich los nach Dijon. Allein. Mit gemischten Gefühlen machte ich mich morgens um 7 Uhr auf den Weg. Ob ich die lange Fahrt mit dem häufigen Umsteigen und meinem viel zu schweren Koffer wohl allein überstehen würde? Das war mein einziger Zweifel als ich hörte, dass in diesem Jahr nur ich an diesem Schüleraustausch teilnehmen würde. Aber, was soll ich sagen, ich hab’s überlebt! Nach der anstrengenden 9-stündigen Zugfahrt wurde ich am Gare de Dijon von meiner Gastfamilie herzlich in Empfang genommen und „zuhause“ angekommen gab es gleich ein großes Willkommensessen mit der ganzen Familie. Todmüde, aber auch voller Vorfreude auf die französische Schule fiel ich an diesem Abend ins Bett. Der erste Schultag kam auf mich zu und damit auch ein knurrender Magen, denn die Mittagspause ließ auf sich warten. Als es dann endlich in die Mensa ging war ich positiv überrascht, denn das Essen war gut und machte für den Rest des Tages satt. Nach der Mittagspause ging es schnell wieder in den Unterricht, der dann noch bis 18 Uhr ging. In den folgenden Wochen lernte ich noch andere deutsche Austauschschüler kennen und wurde sehr gut in die Klassengemeinschaft integriert. Nach den drei Wochen wollte ich ungern zurück nach Deutschland, denn ich hatte neue Freundschaften geschlossen und mich richtig eingelebt. Das einzige, was ich in Frankreich vermisst habe, waren die kurzen Schultage, die ich aus Deutschland kenne! Ich kann sagen, dass mein Französisch von dem Austausch profitiert hat und ich insgesamt viel selbstständiger geworden bin. Ich würde den Austausch jederzeit wiederholen!"

Pia Berg, 10a

 Fazit dieses Austauschprogramms:Es ist für alle Teilnehmenden eine kulturelle und sprachliche Bereicherung, durch den intensiven Kontakt mit dem Austauschpartner über insgesamt sechs Wochen entstehen in vielen Fällen länger andauernde Freundschaften, so dass die gegenseitigen Besuche anschließend auf privater Basis fortgesetzt werden und .... unsere Schülerinnen und Schüler freuen sich nach drei Wochen in einer französischen Schule auf ihr gutes altes Ratsgymnasium! Vive la France!

Template Design Ext-joom.com